Robby Ameen

Robby Ameen

Robby Ameen ist ein amerikanischer Schlagzeuger, der vor allem im Latin Jazz als wichtiger Drummer gilt.

Ameen, der aus einer libanesischen Familie stammt, besuchte bereits als Jugendlicher zahlreiche Jazzclubs im benachbarten New York. Auf der Highschool wurde er von Ed Blackwell unterrichtet; auf dem College unterwies ihn Fred Hinger ihn im klassischem Schlagwerk.

Nach dem Studium der Literaturwissenschaften in Yale zog er Anfang der 1980er Jahre nach New York, wo er seit 1982 mit Eddie Palmieri arbeitete und Mitglied der Bands von Dave Valentin und Dizzy Gillespie wurde. Robby Ameen ist auf dessen Alben New Faces (1984) und Endlessly (1987) zu hören. Mit Rubén Blades leitete er Seis del Solar, wobei die Alben Decision und Alternate Roots entstanden. Das Album Todos Vuelven Live, das bei einer Reunion der Band aufgenommen wurde, erhielt 2012 einen Latin Grammy.[1] Gemeinsam mit Horacio „El Negro“ Hernández legte er mehrere Tonträger vor; unter eigenem Namen folgte 2009 das Album Days in the Life.

Robby Ameen ging mit Willie Colón, Paquito D’Rivera, Gato Barbieri und Jack Bruce auf Tour und war mit Ruben Blades 1984 auch im Rockpalast zu sehen. Er begleitete Marc Anthony bei seinem ersten Solokonzert im Madison Square Garden. Weiter war er der Schlagzeuger in Paul Simons Produktion The Capeman. Mit Michael Riessler trat er 1993 bei den Donaueschinger Musiktagen auf (Momentum Mobile) und ist auch auf dessen Produktionen Honig und Asche und Big Circle zu hören.

Mit Lincoln Goines verfasste Ameen das Lehrbuch Funkifying the Clave: Afro Cuban Grooves for Bass and Drums; darauf basierend entstand ein Lehrvideo. An Workshops ist er ein gesuchter Dozent.